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Archiv


2011

Frühjahrs-Symposium

Am Mittwoch 13. April 2011 findet von 16:00 bis 18:00 Uhr das Frühjahrs-Symposium des Früherkennungszentrums Dresden statt. Dazu möchten wir Sie in den Hörsaal im Erdgeschoss der Kinder- und Frauenklinik (Haus 21) des Universitätsklinikums Dresden einladen.

Den Flyer mit den geplanten Themen können Sie sich hier herunterladen:

Veranstaltungsprogramm

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2010

Postervorstellung auf dem Kongress für Allgemeinmedizin und Familienmedizin

Vom 23. - 25. September, 2010 fand der 44. Kongress für Allgemeinmedizin und Familienmedizin im Medizinisch Theoretischen Zentrum des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus der TU Dresden statt. Das Früherkennungszentrum präsentierte sich bei dieser Gelegenheit mit einem Poster und einem Informationsstand.


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Beteiligung an der diesjährigen Tagung der Sächsischen Wissenschaftlichen Gesellschaft für Nervenheilkunde - SWGN

Am 5. und 6. November findet die diesjährige Tagung der SWGN unter dem Titel: "Früherkennung und -intervention psychischer Störungen" statt.
Das Früherkennungszentrum wird sich daran mit Vorträgen und einem Workshop aktiv beteiligen.

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2009

Pressemitteilung des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden vom 12.06.2009:

Neues Zentrum will jungen Leuten negative Psychiatrie-Erfahrungen ersparen:
Uniklinikum eröffnet erstes sächsisches Früherkennungszentrum für psychische Störungen

Ein Team aus speziell geschulten Psychiatern, Kinder- und Jugendpsychiatern, Psychologen und Sozialarbeitern des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus hat das erste sächsische Früherkennungszentrum für psychische Störungen aufgebaut. Die unter dem Namen "Dresden früh dran" geschaffene Anlaufstelle richtet sich vor allem an Jugendliche und junge Erwachsene. Damit haben Betroffene bereits im Vorstadium einer psychischen Erkrankung die Möglichkeit, sich beraten, untersuchen und gegebenenfalls auch behandeln zu lassen. Die Initiative geht von der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Uniklinikums aus. Sie will möglichst viele Betroffene vor zu später oder falscher Behandlung einer möglicherweise lebenslang anhaltenden Erkrankung der Psyche bewahren. Und es geht den Mitarbeitern des Zentrums auch darum, die Hilfesuchenden zu identifizieren, bei denen eine lang andauernde schwere psychische Erkrankung unwahrscheinlich ist. Das auf dem Klinikumscampus in separaten Räumen untergebrachte Früherkennungszentrum präsentiert sich am heutigen Freitagnachmittag erstmals einem breiteren Publikum.

"Im Gegensatz zu Früherkennungsprogrammen von Volkserkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauferkrankungen ist die Situation bei psychischen Erkrankungen desolat − auch in Deutschland herrscht eine eklatante Unterversorgung", sagt Prof. Michael Bauer, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Uniklinikums. Die Folgekosten für zu spät behandelte Erkrankungen der Psyche belaufen sich europaweit auf jährlich rund 300 Milliarden Euro. Psychische Störungen treten verstärkt in Lebensphasen mit biologischen, sozialen und seelischen Veränderungen auf. Beispiele dafür sind Pubertät und Adoleszenz, in der die Seele besonders verletzlich ist. Vor allem sind es affektive Störungen − etwa Depressionen − und Psychosen, die in diesen Lebensabschnitten auftreten. Krankheitsbedingt sind die Betroffenen in ihrem psychosozialen Verhalten eingeschränkt und ziehen sich zurück. Oft kommt es deshalb zu Fehlzeiten in Schule und Berufsausbildung und zu einem allgemeinen Leistungsrückgang. Dadurch sinken ihre Chancen auf ein unabhängiges, frei bestimmtes Leben.

Erheblich verschärfen kann sich die Situation der Betroffenen, wenn sie erst nach mehreren Jahren umfassend diagnostiziert und behandelt werden. Dies ist in Deutschland die Regel: Meist liegen zwischen dem Auftreten erster unspezifischer Frühsymptome bis zur Erstbehandlung fünf bis sechs Jahre. "Dann hat sich die Erkrankung bereits richtig 'festgefressen'", sagt die klinische Leiterin des Früherkennungszentrums, Dr. Karolina Leopold. Doch auch bei Erkrankungen der Psyche gilt: je früher eine Störung erkannt wird und therapiert wird, umso größer ist der Behandlungserfolg. Lange Zeit unbehandelte Erkrankungen dagegen können gravierende Auswirkungen auf die nachfolgenden Entwicklungsphasen haben. Auch steigt die Wahrscheinlichkeit weiterer psychischer und somatischer Erkrankungen sowie einer Chronifizierung, die oft eine Erwerbsunfähigkeit nach sich zieht.

Das Dresdner Früherkennungszentrum wurde gegründet, um Menschen mit psychischen Störungen unbürokratisch und niederschwellig zu helfen. "Für viele Betroffene ist die Scheu vor einem Nervenarzt oder gar einer psychiatrischen Klinik so groß, dass sie erst im fortgeschrittenen Krankheitsstadium professionelle Hilfe suchen", sagt Dr. Karolina Leopold. Außerdem ist die Diagnose einer psychischen Krankheit im Frühstadium oft schwierig und erfordert Spezialwissen und besondere Untersuchungsmethoden. Deshalb arbeiten im Dresdner Früherkennungszentrum speziell geschulte Psychiater, Kinder- und Jugendpsychiater, Psychologen und Sozialarbeiter Hand in Hand. Betroffene, Angehörige und Bekannte können sich unter www.ddfruehdran.de im Internet informieren und per E-Mail oder telefonisch einen Termin im Zentrum vereinbaren.

Das Früherkennungszentrum für psychische Störungen ist Teil der Präventionsambulanz, die unter der Leitung von Dr. Andrea Pfennig gegründet wurde. Aufgabe des Projekts ist es, in allen Phasen psychischer Erkrankungen − beginnend mit den ersten Symptomen über den Gesamtverlauf − Betroffenen und Angehörigen zu helfen.

Hintergrundinformation zu psychischen Störungen

Unter dem Begriff "psychische Störung" verstehen Psychiater eine Vielzahl erheblicher Veränderungen im Erleben und Verhalten. Diese können sehr verschieden aussehen und unterschiedlich ausgeprägt sein. Häufig steht eine sich ändernde Stimmung im Vordergrund, manchmal sind eher das Denken, die Wahrnehmung oder das Fühlen betroffen. Um von einer Störung sprechen zu können, müssen diese Veränderungen gravierend sein − etwa wenn mehrere Lebensbereiche betroffen und die Leistungsfähigkeit beeinträchtigt sind. In den meisten Fällen kommt es zunächst nur zu einzelnen Beschwerden, wie Traurigkeit, Angst, Grübeln, Appetit-, Schlaf- oder Antriebslosigkeit. "Diese Gefühle oder Gedanken sind im Grunde ganz normal und treten bei allen Menschen hin und wieder auf. Sie können jedoch auch Vorboten einer späteren psychischen Erkrankung sein", so die Leiterin des Früherkennungszentrums.

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